No DSL here (Neuer Port, neues Glück)

Zack, dat hat nich lang gehalten: von Donnerstag bis Montag war nix mit DSL bei mir.
Immerhin ist in der Zeit einiges passiert:

  • Donnerstag: Störungsmeldung, am selben Tag Anruf vom Herrn »Schrauber« aus der Vermittlungsstelle »hier alles gut, da müssen wir mal rauskommen«, Vereinbarung eines Termins daheim für Freitag
  • Freitag: Zeitiges nach-Hause-rasen und hastiges Kabel-Entzerren, damit der gute Mann auch an die relevanteren Teile der im Wohnzimmer beheimateten Kabelbäume herankommt. Hereinlassen des pünktlichen T-Com-Mitarbeiters. Zusehen, wie dieser mit einem Testgerät die ehemals-Post-Dose durchmisst, beim Aufleuchten eines Lämpchens zufrieden nickt, sich erhebt, verabschiedet und nahezu sofort wieder verschwindet. Verhaltene Fassungslosigkeit auf Seite des Kundens – sollte mein Endgerät schuld sein? Eiliges Anschließen und Updaten des sorgsam eingelagerten, ebenfalls DSL2-fähigen Altgerätes. Keine Verbesserung … da nützt auch die Gewissheit nichts, dass diesseits meiner Dose ist alles in Ordnung ist.
    Neuer Anruf bei der Hotline, mit größtem Pech bisher. Lande bei einer schlaftablettigen, unterschwellig miese Laune verbreiteten Vertreterin des oppositionellen Geschlechts – zuvor waren es mit einer Ausnahme umgänglich-freundliche Herren oder erstaunlich sexy klingende und reichlich kompetente Damen gewesen, aber naja. Werde zurechtgewiesen, wie ich denn den Techniker trotz nicht korrekt entstörtem Anschluss wieder entlassen konnte! Kann grade noch unterdrücken, mich für den Anruf zu schämen. Erkläre in einem langwierigen Prozess, dass als Grund für die Störung nur noch a) ein Endgerät oder b) doch ein Problem in der Vermittlungsstelle in Betracht kommen. Bekomme zu hören, man könne eine neue Störung aufnehmen, auf die Gefahr hin dass dadurch für mich Kosten entstünden.

    Seufzen. Biete als Alternative an, zunächst meine beiden Endgeräte auszutauschen, da ein Defekt bisher ja noch nicht vollkommen ausgeschlossen werden konnte. Erwähne, dass beide Geräte ein magentafarbenes »T« tragen und sich noch innerhalb der Gewährleistungspflicht befinden. Oder dass man sich den Spaß auch sparen könne und doch nochmal in der Vermittlung gegen den richtigen Kasten treten könne, nichts gegen brandneue Telefonanlagen.

    Daraufhin kurze Stille in der Leitung, die ein Nachdenken andeutet. Aufnahme einer neuen, kostenlosen Störungsmeldung. Höfliches Verabschieden. Surfen per iPhone.

  • Samstag: Anruf eines freundlichen, kompetenten T-Com-Mitarbeiters mit hohem Auffassungsvermögen. Kurze, treffende Erläuterung der Situation meinerseits. Fachmännische Einschätzung des Problems seinerseits. Prophezeihung eines Port-Wechsels für Montag oder Dienstag.
  • Sonntag: Surfen und Mailen per iPhone (wie schon seit Donnerstag).
  • Montag: Anruf eines weiteren freundlichen, kompetenten T-Com-Mitarbeiters direkt aus dem Kabel-Wust. Neuer Port, die Störung sei beseitigt (er soll recht behalten).

Fazit: nach meiner bescheidenen Statistik sind mindestens 5 von 6 Mitarbeitern der T-Com nett und kompetent. Die Reaktionszeit ist ganz ohne Scheiss echt supi, lässt man mal die Hürden kurz außer acht: von Donnerstag bis Montag haben die Jungs und Mädels immerhin zwei Besuche in der Vermittlung und einen bei mir daheim hinbekommen und das Problem gelöst …

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